den letzten Tag haben wir wieder auf eigene Faust in Kyoto verbracht und irgendwie schließt sich der Kreis, denn auch Tokio haben wir zu Beginn unserer Reise selbst erkundet. Zunächst haben wir eine riesige Shopping-Mall besucht. Ich habe aus Neugier einen Manga-Laden besucht, der sich allerdings als Erotik-Shop entpuppte. Die Zeitschriften sind sehr verniedlicht, denn der Japaner mag alles, was Niedlich ist. Dennoch gibt es da auch recht heftige Sachen in Form von Comics zu sehen. In einer dunklen Ecke stehen noch zahlreiche Automaten mit Sexspielzeug und gebrauchten Schlüpfern - also ist das alles kein Märchen. Insgesamt scheinen die Japaner, die ja keine Emotionen zeigen, die Erotik recht mechanisch zu betrachten, als Mittel zum Zweck. 30 % haben sich eh für ein Single-Dasein entschieden und in diesem Land darf man sogar eine Manga-Figur heiraten oder sich selbst. In der Shopping-Mall haben wir noch einen Waffenladen mit allem drum und dran entdeckt. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie manche Japaner ihre Freizeit gestalten, es stimmt mich sehr nachdenklich.
Auf den Schrecken hin haben Sonja und ich uns mit einer Misosuppe, Tempura und Udon-Nudeln gestärkt. Das war echt köstlich, aber den größten Spaß hatten wir beim Essen, weil die Nudeln in der Suppe immer von den Stäbchen flutschten und dann mussten wir sie geräuschvoll einsaugen. Hier wird das aber als Kompliment aufgefasst, daher mussten wir uns nicht zurückhalten. Sonja hat im Anschluss frischen Wasabi und eine passende Reibe für ihre Kochschule gekauft - die Hirschkäfer und die Seeigel kommen morgen in einer Frischhaltebox direkt vom Händler zum Flughafen;-)
Danach freundeten wir uns noch mit dem hiesigen U-Bahn- und Metronetz an, um den großartigen Bahnhof des japanischen Architekten Hiroshi Hara bestaunen zu dürfen. Wir sind beide keine Architektur-Fans, aber das Bauwerk hat uns echt umgehauen. Da erscheint der Berliner Flughafen, der nie fertig wird, wie ein Muggeschiss (sagt der Alemanne) dagegen. Das Bauwerk hat auch eine Schulklasse bestaunt. Wir wissen ja inzwischen, wie wichtig Bildung hier genommen wird.
Heute Abend haben wir noch einmal eine Koberind-Orgie gefeiert: Das Universum hat uns mit Fülle beschenkt, wir können das immer noch nicht glauben, da es sehr preiswert war. Danach haben wir noch von Kyoto bei Nacht Abschied genommen. Jetzt bedanken wir uns bei euch, dass ihr mit uns gereist seid, wir checken noch online auf unseren Flieger ein und hoffen, dass wir morgen einen ruhigen Flug von Osaka nach Frankfurt haben,
Bussi,
Eure Geishas
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