Sonntag, 30. Juli 2017

SCHWEISS, SCHREINE UND SHOGUNE

Hallo Ihr Lieben,
wir möchten euch nicht vorenthalten, wie der gestrige Abend zu Ende ging: Sonja und ich haben ein diskretes Restaurant ausfindig gemacht, wo einem ein Separee mit einem eigenen Grill zugewiesen wurde. In diesem Genusstempel durften wir unsere Schuhe ausziehen, 5 verschiedene Rinderstreifen selbst grillen und auch den Wasabi eigenhändig reiben. Unsere Nachbarn saßen neben an, nur durch einen Vorhang getrennt - eine sehr intime und lauschige Atmosphäre war das.
Heute morgen sind wir mit der Gruppe aufgebrochen, um möglichst viel von Kyoto zu sehen. Bei 33 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 88 % war das kein Kinderspiel. Selbst zu meinen Triathlon-Zeiten habe ich nicht so viel geschwitzt. Dank der mitgebrachten Elektrolyte habe ich den Tag ganz gut überstanden. Sonja hat sich von einem Wasserventilator und anderweitigen Instrumenten bestäuben lassen.
Erste Station war heute der Fushimi Inari Schrein mit 10.000 Torbögen, die diverse Kaufleute gespendet haben, um ihren Reichtum zu vermehren. Wir haben sie nicht gezählt, um ehrlich zu sein, aber es sah sehr beeindruckend aus - ebenso das Wasch-und Gebetsritual der Gläubigen. Im Dorf selbst bestaunten wir sprechende Roboter im Tante-Emma-Laden sowie die oberirdisch verlegten Stromleitungen, die in ganz Japan Gesetz sind aufgrund der Erdbebengefahr.
Weiter ging es zum Shogun-Schloss Nijo-jo, wo wir uns von der Geschichte dieser tapferen und tugendhaften Krieger haben verzaubern lassen. Da Hitze und Luftfeuchtigkeit des Tages mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben, habe ich mich für den Shogun-Wetlook-Style entschieden:-).
Sonja kam kurz danach wieder in der Nishiki-Markthalle voll auf ihre Kosten. Sie hat überlegt jetzt, ob sie zu den gerösteten Hirschkäfern von gestern einen Seeigel-Salat reicht:-) Des Weiteren  haben wir die Bekanntschaft von 2 Türken aus Istanbul gemacht, die einen Kebab-Stand seit 7 Jahren betreiben. Mit meinen paar Brocken Türkisch habe ich glatt ihr Herz erobert. Zu Mittag gab es dann japanische Tapas, die sehr lecker waren. Lediglich auf die Seegurke habe ich verzichtet, aber sonst alles verdrückt, was tot und lebendig war.
Zu guter Letzt standen noch zwei buddhistische Tempel auf dem Programm, der Ryoanji Tempel und der Rokuon-ji Tempel, wo wir viel über den Zen-Buddhismus erfahren haben und uns im Münzenweitwurf ausprobieren durften. Jetzt sind wir megafroh, einfach nur zu duschen und etwas zu chillen,

Friede sei mit euch:-)
Eure Geishas

































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