nun sind wir glücklich zuhause angekommen nach insgesamt 30 Stunden Rückweg. Zunächst ging es im Bus um 6 Uhr morgens zum Flughafen Osaka, den der italienische Stararchitekt Renzo Piano erbaut hat. Er hat die Form eines Walfisches und schwimmt als Insel im Meer, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Zum Terminal gelangt man hier mit einer Bahn. Am Terminal selbst haben wir uns noch die Zeit mit kleinen Einkäufen vertrieben, denn wir mussten die letzten Japanische Yen loswerden.
Das Boarding hat auch für die Boeing 747-800 eine knappe Stunde in Anspruch genommen. So haben wir noch mit einem Teil der Gruppe Abschiedsfotos gemacht. Es fasziniert mich immer wieder, wie so ein Riesenvogel mit Menschen und Gepäck überhaupt abhebt. Hier kam noch ein zusätzlicher Nervenkitzel hinzu, weil die Landebahn im Wasser endet. Aber die internationale Lufthansa-Crew war sehr erfahren.
Zunächst, denn auf dem Flug selbst, haben wir erfahren, dass zwei Küken dabei sind, die ihre erste Langstrecke machen.
Und tatsächlich bekamen wir bei einem Luftloch eine unfreiwillige Sektdusche, aber das wäre auch einer erfahrenen Stewardess passiert. So aus dem Halbschlaf gerissen, machte ich mich gleich dran, die Flugzeugdecke zu reinigen. Die Crew muss der Pragmatismus so beeindruckt haben, dass sie uns mit Champagner aus der First Class verwöhnt haben. Dann haben sie uns gebeten etwas in das Logbuch für die Frischlinge zu schreiben, was wir natürlich sehr gerne gemacht haben;-)
Geschlafen haben wir kaum, da es ein Tagesflug war, aber dank des Entertainment-Programms, der kleinen Zwischenfälle und des Champagners gingen die zwölf Stunden auch schnell rum. Ferner genossen wir zum letzten Mal sehr leckeres japanisches Essen an Bord.
Am Frankfurter Flughafen gab es kleine Probleme mit der Überhitzung der Gepäckbänder, aber wir kamen an unser Gepäck und auch insgesamt glimpflich davon. Noch bevor Feueralarm ausgelöst wurde, erreichten wir pünktlich unseren Zug. Im Zug bin ich sofort eingedöst, während Sonja fleißig Fotos für unser Buch sortierte. Um 19:30 Uhr waren wir dann beide bei unseren Lieben zuhause.
Fazit: Japan ist an Kontrasten kaum zu überbieten, im Juli und August ist es dort sehr schwül und feucht. Die Menschen sind zurückhaltend, etwas emotionslos aber sehr hilfsbereit. Die kulturellen Schätze sind einmalig und die Metropolen atemberaubend. Was wir auf alle Fälle missen werden, sind die beheizten Klodeckel und das eine oder andere Koberind auf dem Teller;-). Wir hoffen, dass wir euch etwas Appetit auf das Land der aufgehenden Sonne gemacht haben und ihr bei unserer nächsten Reise wieder dabei seid.
Bis dahin,
Eure Geishas
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