Freitag, 28. Juli 2017

BERGAFFEN, BAUERNDÖRFER UND BUSFAHRTEN

Hallo Ihr Lieben,
gestern Abend haben wir uns wieder zu einem Teppanyaki mit Koberind hinreissen lassen. Es schmeckt einfach mega zart und Chefkoch Tadama aus dem Metropolitan Hotel in Nagano hat es direkt vor unseren Augen auf den Punkt gegrillt. Mit im Lokal war noch ein Geburtstagskind, der dreijährige Tori, der tatsächlich ohne Ende verwöhnt wird.
Nach einer kurzen Nacht in einem Luxusbett, ging es um acht Uhr morgens (wir sind hier 7 Std. voraus) los in Richtung Nationalpark Yamanouchi, um die Makaken zu besuchen. Das ist eine Affenart, die hier in den Wäldern lebt. Nach einer schönen Wanderung mit einem Geysir unterwegs, haben wir unsere Artgenossen schließlich erreicht und uns köstlich amüsiert. Die meisten liegen den ganzen Tag gechillt um eine Termalquelle herum und lausten sich gegenseitig. Wir haben erfahren, dass die Weibchen mehrere Männchen haben und alle zwei Jahre ein Baby zur Welt bringen. Monogamie ist hier also ein Fremdwort, im Durchschnitt dauert eine feste Beziehung 1,6 Tage - etwas kürzer als bei uns Menschen:-) Die Äffchen sind ganz zahm, aber gestreichelt haben wir sie nicht, weil sie viele Krankheiten übertragen. Was uns auch verzaubert hatte, waren die Zikadengesänge während unserer Wanderung durch den Wald.
Nächster Stopp unseres Tagestrips war das Bergdorf Shirakawa-go - doch bis dahin mussten wir viel Sitzfleisch beweisen, denn heute haben wir mit 340 km den längsten Abschnitt der Reise im Bus zurückgelegt. An der Stelle müssen wir unseren Guide Herrn B. loben, der ein brillanter Geschichtenerzähler ist und über einen ausgezeichneten Humor verfügt, sodass die Fahrt dennoch kurzweilig war.
Aber zurück zu unserem idyllischen Bergdorf, das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Das Dorf lebte bis 1950 vollkommen autark von Reis- und Hirseanbau sowie der Seidenraupenzucht. Erst im 20 Jahrhundert ist es durch den Tunnelbau an den Rest der Welt angeschlossen worden. Berühmt in dieser Gegend sind ebenfalls die Hida-Rinder, die genauso wie Koberinder massiert und mit klassischer Musik beschallt werden, damit sie entspannt sind und beste Milch sowie zartes Fleisch geben. Das Softeis wurde uns daher besonders empfohlen und es war wirklich köstlich. Sonja hat die Variante mit grünem Tee gewählt, aber es war auch auf Milchbasis. Jetzt sind wir gerade in Takayama angekommen, wo wir das Rindfleisch probieren und noch ins Onsen gehen.

Bis morgen
Eure Geishas

























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