gestern Abend haben wir wieder ein traumhaftes Lokal in Takayama gefunden, wo wir uns ein Hidarind-Filet gegönnt haben. Dabei haben wir zwei Italienerinnen kennengelernt, die auf eigene Faust durch Japan reisen. Zimmer, Züge und Ausflüge haben sie allerdings vor gebucht, da es gerade zur Ferienzeit hier kritisch werden kann mit Zimmern. Es war ein ausgelassener Abend, den wir im Onsen haben ausklingen lassen. Nein, wir haben nicht in dem Kellner-Outfit im Lokal ausgeholfen, sondern sind so ins SPA gegangen. Diese Uniform sieht in jedem Hotel etwas anders aus:-). Bei dieser Gelegenheit durften wir im SPA ein Foto von einer glücklichen japanischen Familie machen, die sich über zwei Kinder freuen darf. Familien mit drei und mehr Kindern gelten übrigens als steinreich, da Nachwuchs hier (allein ein Kindergartenplatz kostet 400 € pro Kind und Monat, vom Schul- und Studiumgeld ganz zu schweigen) teuer ist. By the way: Die Dame in dem orangefarbenen Krankenschwester-Look ist unsere SPA-Hostess. Und noch was: Wer Tattoos hat oder gepierct ist, darf nicht ins Onsen, weil es als unrein gilt.
Heute morgen sind wir dann vom Hotel aus zu Fuss in die Altstadt spaziert, wo wir das Takayama Jinya Regierungshaus aus dem 17. Jh. besucht haben. Wie schon in den Tempeln mussten wir auch hier die Schuhe ausziehen, bevor wir die mit Tatami-Matten (Reisstroh) belegten Böden betreten durften. Drinnen haben wir viel über das frühere Steuer- sowie Rechtssystem erfahren, aber das würde hier zu weit führen. Anschließend haben wir einen Wochenmarkt besucht, wo Sonja wieder voll auf ihre Kosten kam. Ich glaube nach dieser Reise wird sie einen auf Proteinen basierenden japanischen Kochkurs anbieten, denn auf dem Markt hat sie ganz euphorisch überdimensionale Hirschkäfer fotografiert;-).
Ich habe mich derweil mit unserem Guide Herrn B. unterhalten, der wirklich einen hervorragenden Job macht. Es gibt nichts, was er nicht weiß. Wir sind froh, dass wir ihn haben, denn wir hätten es auch ganz anders erwischen können wie ihr auf dem Foto erkennen könnt: Ein japanischer Reiseleiter, der kaum Englisch spricht und im Bademantel seine Gruppe durch die Stadt führt. Herr B. dagegen brachte Sonja in einen Sake-Laden, wo sie einen edlen Tropfen fand. Ansonsten haben wir die vielen, liebevoll eingerichteten Läden bestaunt, einer hatte nur Essstäbchen im Angebot, dafür in allen Ausführungen. In der Mittagspause habe ich die Dampfnudeln probiert - ohne Essstäbchen. Sie können sich zwar nicht mit den polnischen Piroggen meiner Mama messen, dafür hat hier eine Teigtasche das vierfache an Volumen:-) Bis zum Abendessen wird sie gut halten! Jetzt checken wir in unser Hotel in Kyoto ein und wünschen euch einen schönen Abend,
Eure Geishas
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen