Dienstag, 25. Juli 2017

TOKIO: KALMAR, KUNST UND KOBE

Hallo Ihr Lieben,
heute haben wir Tokio auf eigene Faust gemacht und wir sind uns sicher, dass so ein Programm kein Guide mit einer Gruppe hinbekommen hätte. Nach einem kräftigen Frühstück mussten wir uns mit der Metro anfreunden. Dank Shinozuka war das aber ein Kinderspiel. Der Helfer erklärte uns das System in ein paar Minuten und danach waren wir den ganzen Tag fehlerfrei allein unterwegs. Die Preise sind sehr moderat, die längste Fahrt hat gerade mal 1,50 € gekostet. Zuerst sind wir ins Sonjas Paradies - auf den Fischmarkt - gefahren. Dort haben wir Fische in allen Größen, Preiskategorien und Geruchsklassen gesehen, daneben auch Kalmare im Rohzustand sowie getrocknet. Exotische Gemüse- und Obstsorten machten das Bild perfekt. Zum ersten Mal hab ich eine echte Wasabi-Wurzel gesehen. Die Fischauktionen waren an dem Tag schon zwar gelaufen, aber ich weiß nicht, ob wir in dem Gewusel klar gekommen wären. Unzählige Gabelstapler sausen zwischen den Ständen mit der Ware hin und her, Laster werden be- und entladen und das alles ohne die Kühlkette zu unterbrechen - bei knapp 35 Grad wohlgemerkt.
Am Mittag sind wir dann in Maggies Paradies - zum Ueno-Park - gefahren, wo sich u.a. das Tokyo Metropolitan Art Museum sowie das National Museum of Western Art befinden. Da die Metro dort sehr viele Ausgänge hat, war es eine echte Herausforderung die Museen zu finden. Als wir ein junges Pärchen aus Tokio nach dem Weg fragten, brachte es uns persönlich direkt zum Parkeingang. Höflichkeit ist in dem sichersten Land der Erde eine Tugend und wir haben sie am eigenen Leib erleben dürfen. Bitte vergesst daher nie das Wort "Arigato" (Danke) mit auf eure Reise nach Japan mitzunehmen.
Nachdem wir viele in Europa unbekannte Picassos, Monets und Gauguins bestaunt hatten, mussten wir uns mit einem Eiscafé stärken, denn die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit von 80 % machen uns echt zu schaffen. Von dem Museumspark gings daher etwas erschöpft im Geisha-Trippelgang zu einem alten Sake-Laden (leider geschlossen) und anschließend entlang eines Sees zum Teppanyaki-Abendessen. Der See entpuppte sich als ein Naturwunder, da er vollständig mit Seerosen zugewachsen war. Das gegrillte Koberind-Menue war ein weiteres Highlight, zumal es vor unseren Augen zubereitet wurde! Danach machten wir nur noch einen kleinen Abstecher zu unserem Kannontempel, um ihn noch einmal bei Nacht zu bewundern, da wir morgen zum Fuji fahren. Wir hoffen, dass wir dort irgendwo frische Füße kaufen können:-)

Bis dahin herzliche Grüße
von euren Geishas

























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